Die Geschichte Mazedoniens

Die heutige Republik Mazedonien ist noch sehr jung. Sie entstand 1991 mit dem Zerfall des ehemaligen Jugoslawiens, als sich die bis dato jugoslawische Teilrepublik Mazedonien für unabhängig erklärte.

Doch, Stichwort Mazedonien Geschichte: Der wohl wichtigste Aspekt bei der Gründung des Staates war und ist die Tatsache, dass die historische wie geografische Region Makedonien flächenmäßig mehr umfasst als die Republik Mazedonien. Dies gibt immer wieder Anlass zu Streitereien, da Nachbarländer wie Griechenland und Bulgarien sich ebenfalls in der Tradition eines historischen Makedonien sehen, und ihrerseits Gebiete desselben Namens haben. Vor allem Griechenland reagiert oftmals sehr sensibel.


Das Namensproblem

Inzwischen akzeptieren viele Staaten (so auch Deutschland, Bulgarien oder die USA) den Namen “Republik Mazedonien”. Dennoch steht eine offizielle Lösung des “Namensproblems” noch aus. 1993 erfolgte die Aufnahme in die Vereinten Nationen als The former Yugoslav Republic of Macedonia (F.Y.R.O.M.) – ein Kuriosum. Bis auf weiteres lautet die Schreibweise daher, je nach Sichtweise, “Republik Mazedonien”, oder “Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien”; wobei die letztere Bezeichnung auf Betreiben Griechenlands zustande kam. Diverse weitere Namens-Alternativen wie “Nord-Mazedonien”, “Republik Skopje” oder “Dardanien” muten nicht minder kurios an. Die “Mazedonien Geschichte” geht also weiter.


Wirtschaftliche Koexistenz statt Grenzen

Aber auch wenn die im Gefolge der Unabhängigkeit auftretenden Empfindlichkeiten in Bezug auf Namensführung oder Region (vgl. Mazedonien oder Makedonien?) immer wieder zu Verstimmungen zwischen den Nachbarländern führten, so darf man heute dennoch die nachbarschaftlichen Beziehungen alles in allem als gefestigt bezeichnen. Vor allem den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Griechenland und Mazedonien scheint das Namensproblem keinen Abbruch zu tun; die wirtschaftlichen Beziehungen sind rege; bekanntlich akzeptiert Geld Grenzen nur ungern.


Mazedonien Geschichte: Bevölkerungsgruppen

Doch auch innerhalb der Grenzen geht es nicht ganz spannungsfrei zu. Das Zusammenleben der einzelnen ethnischen Gruppen muss sich noch einpendeln. Den größten Anteil an der Bevölkerung (etwa 65%) haben slawische bzw. ethnische Mazedonier; Albaner sind mit 25% eine starke Minderheit. Weitere grössere Gruppen bilden Serben, Roma, Walachen oder Bosniaken. Mazedonien gilt als Vielvölker-Staat; mit etwas über 2 Millionen Bürgern. Mehrheitlich wird mazedonisch gesprochen, aber die Muttersprachen der einzelnen Volksgruppen sind ebenfalls verbreitet, v.a. albanisch.

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